Karl Max Einhäupl

MDC zum Führungswechsel an der Charité: Faire Zusammenarbeit

Zum Abschied von Karl Max Einhäupl als Vorstandschef der Berliner Charité würdigt Thomas Sommer, Wissenschaftlicher Vorstand des MDC (komm.), die Verdienste Einhäupls und lobt die gute und faire Zusammenarbeit. Dem neuen Charité-Chef Heyo Kroemer wünscht Sommer eine glückliche Hand und viel Erfolg.

Karl Max Einhäupl

„Karl Max Einhäupl hat viel für die Charité, für Berlin und vor allem für die Patientinnen und Patienten getan“, erklärt Sommer zum Abschied Einhäupls. „Einhäupl hat die Charité geprägt. Unter enormem Spardruck hat er das Klinikum modernisiert und das internationale Renommee der Charité gestärkt. Das ist sein großer Verdienst“, sagt Sommer. Zudem lobt Sommer die fruchtbare Zusammenarbeit und den guten Austausch zwischen Charité und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in den vergangenen Jahren. „Unsere Kooperation war und ist stets auf ein gutes, kollegiales und respektvolles Miteinander begründet – das verdanken wir auch Karl Max Einhäupls fairer und unkomplizierter Art und seinem großen persönlichen Einsatz. Mit ihm geht es immer um das gemeinsame Ziel: den medizinischen Fortschritt. Dafür sagen wir Herrn Prof. Einhäupl von ganzem Herzen Danke“, so Sommer weiter.

Unsere Kooperation war und ist stets auf ein gutes, kollegiales und respektvolles Miteinander begründet.
Thomas Sommer
Thomas Sommer Wissenschaftlicher Vorstand des MDC (komm.)

Einhäupl übergibt nach elf Jahren sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum 1. September 2019 an Heyo Kroemer, bislang Chef der Göttinger Universitätsmedizin. Dem künftigen neuen Vorstandschef der Charité wünscht Sommer viel Erfolg und eine glückliche Hand. „Die Charité gehört zu den bekanntesten Krankenhäusern Europas, wenn nicht der Welt. Sie kann sich glücklich schätzen, diesen erfahrenen Manager an der Spitze zu haben. Ich gratuliere Heyo Kroemer, mit dem ich früher bereits gut zusammengearbeitet habe, und wünsche ihm einen guten Start und viel Erfolg bei den bevorstehenden Herausforderungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt Sommer.

Hintergrund zur Kooperation von Charité und MDC

Das MDC und die Charité arbeiten auf vielfältige Weise zusammen. So ist die Charité wichtiger universitärer Partner für die translationale Forschung des MDC; sie vereinigt die medizinischen Fakultäten der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). MDC-Professoren lehren an beiden Universitäten. Gemeinsam mit dem MDC und der Charité gründete die HU 2013 das Integrative Research Institute (IRI) for the Life Sciences. Es verfolgt die biomedizinische Spitzenforschung mit einem interdisziplinären und interinstitutionellen Ansatz.

Seit dem Jahr 2007 betreiben das MDC und die Charité gemeinsam das Experimental and Clinical Research Center (ECRC), ein Zentrum für translationale Medizin auf dem Campus Buch. Am ECRC arbeiten Grundlagenforscher und Kliniker in gemeinsamen Projekten eng zusammen. Außerdem wurde ein Ausbildungsprogramm für junge Kliniker eingerichtet, die in einem der MDC-Labors qualifiziert werden möchten. Das ECRC beherbergt auch spezialisierte ambulante Kliniken der Charité. In den Hochschulambulanzen und Sprechstunden auf dem Campus Berlin-Buch arbeiten Forscher des MDC und Kliniker eng zusammen.

Im Juli 2019 hat die Charité zusammen mit den drei anderen großen Berliner Universitäten im Exzellenzwettbewerb des Bundes den Elitestatus errungen. An der „Berlin University Alliance“ ist auch das MDC beteiligt. Es ist Teil der Exzellenzcluster Neurocure und Math+, außerdem wirkt das Zentrum an diversen Graduiertenschulen mit.

MDC und die Charité haben in den vergangenen Jahren gemeinsam das Fundament für das Berliner Instituts für Gesundheit (BIH) gelegt. Das BIH wird künftig als dritte Säule neben Fakultät und Klinikum in die Charité integriert. Das MDC soll privilegierter Partner des BIH werden. Auf dem Forschungscampus Berlin-Buch entsteht in direkter Nachbarschaft zum MDC aktuell ein neues Gebäude, das ein zentraler Standort für das BIH sein wird. Der Neubau trägt den Namen der 1935 vertriebenen Berliner Kinderärztin Käthe Beutler. 

Kontakt

Jutta Kramm
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) 
Leiterin der Abteilung Kommunikation 

Tel.: 030 9406-2140
jutta.kramm@mdc-berlin.de

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.